Die Serie "Ruhe und Fluss"
Diese Worte beschreiben einen Zustand, den ich in verschiedene Tätigkeiten meines Lebens immer wieder zu erreichen suche.
Vordergründig betrachtet, zeigen meine neuesten Malereien sanft bewegte Wasserflächen. Ein sich stetig wiederholender rhythmischer Pinselstrich generiert feine Überlagerungen und Variationen. Im Zusammenspiel der malerischen Schichten entsteht die Illusion fein gewellter Wasserflächen.
Was mich am Thema interessiert, ist jedoch nur am Rande das Abbild des flüssigen Elementes. Vielmehr möchte ich mit diesen Bildern "visuelle Kristallisationspunkte" für den Geist des Betrachters schaffen. Die Aufmerksamkeit halten und die Gedanken zur Ruhe kommen lassen, dies ist das eigentliche Ziel.
Betrachtet man ein Bild, sucht der Blick automatisch nach Orientierung und Hierarchie. Scharfe visuelle Informationen und herausragende Orientierungspunkte bieten die Malereien jedoch nur sehr spärlich. Viele "unspektakuläre visuelle Haltepunkte" halten sich die Waage und fordern dazu auf, sich den Weg durch das Bild immer wieder neu zu erschaffen. Tut man dies mit der nötigen Ruhe, verwandelt sich Unschärfe in Bewegung und lässt ein leises Wiegen und Wölben entstehen. (Dabei zum Zuge kommende simultane Kontraste lassen sich leider auf digitalem Wege praktisch nicht reproduzieren.)
Technisch handelt es sich bei den Bildern um schichtweise aufgebaute Öl-Lasurmalereien.